Tschüss Winter 2025/26

Die Natur schickt schon die ersten heimlichen Frühlingsboten (Mitte Februar Update). Der Winter 2025/26 war ein echter Charakterkopf: erst viel zu mild, dann plötzlich ein richtig bissiger Januar und ein Februar, der sich partout nicht entscheiden kann. Aktuell (Mitte Februar 2026) sieht es nach einer wilden Achterbahn aus:

  • Alpen → teils unwetterartiger Dauerschnee

  • Nordosten & Osten → immer noch oft Dauerfrost und klassischer Winter

  • Südwesten & Westen → schon deutlich mildere Phasen mit Plusgraden

  • Trend ab Ende Februar → viele Modelle deuten auf spürbare Milderung hin (teils 12–15 °C möglich), danach aber wieder Kälte-Rückschläge nicht ausgeschlossen

Kurz: Der Winter hat noch nicht offiziell die Kündigung eingereicht – aber die Kündigungsfrist läuft.

Die Natur lügt nicht – was jetzt wirklich passiert

Während die Wettermodelle noch diskutieren, macht die Pflanzenwelt schon Nägel mit Köpfen. Phänologisch gesehen steht in manchen Regionen (besonders Südwesten, Oberrhein, NRW-Westen, Teile Bayerns) der Vorfrühling bereits vor der Tür oder hat sogar schon leise angeklopft.

Was blüht / grünt gerade (Stand Mitte Februar 2026):

  • Hasel → in milden Regionen schon weit verbreitet in Vollblüte → erste richtige Pollenbelastung (Allergiker aufgepasst!)

  • Erle → ebenfalls im Südwesten und am Alpenvorland schon aktiv

  • Schneeglöckchen → vielerorts massenhaft – die kleinen Diven des frühen Frühlings

  • Winterlinge, Krokusse (erste), Christrosen → in geschützten Lagen schon seit Wochen

  • Zaubernuss (Hamamelis) → leuchtend gelb/orange/rot – ein echter Hingucker im tristen Februar-Garten

  • Kornelkirsche → goldgelbe Blütenwolken, oft schon seit Ende Januar

  • Winterjasmin & Winterschneeball → gelb und duftend – trotzen jedem Frost

In Nord- und Ostdeutschland hinkt die Vegetation noch deutlich hinterher – hier dominiert weiter die winterliche Ruhe. Aber selbst dort zeigen sich an geschützten Stellen schon die ersten Schneeglöckchen-Spitzen.

5 spannende Dinge, die jetzt (Mitte Februar 2026) besonders lohnen

  1. Polarlicht-Chance immer noch erhöht Der Solarzyklus 25 ist weiter aktiv. Nach den starken Sichtungen im Januar 2026 (teilweise sogar rot-grün bis Bayern) lohnt ein Blick in den klaren Nachthimmel immer noch – besonders bei neuem Geomagnetsturm.

  2. Der erste richtige Pollen-Tsunami steht bevor Hasel & Erle sind die Vorboten. Wer jetzt schon niest, der weiß: in 3–4 Wochen wird es für viele richtig ungemütlich (Birke kommt dann).

  3. Tauwetter = Hochwasser-Gefahr Genau jetzt kippt es vielerorts von Schnee zu Regen. Besonders Alpenvorland, Mittelgebirge und größere Flüsse können schnell kritisch werden. Spannend (und wichtig) zu beobachten.

  4. Tageslänge explodiert Wir gewinnen aktuell schon ~3,5–4 Minuten pro Tag. Das merkt man: um 17:30 Uhr ist es schon richtig hell – ein riesiger mentaler Boost.

  5. Vögel werden plötzlich laut Amsel, Singdrossel, Kohlmeise & Co. proben schon die ersten Revierrufe. Der Chor wird in den nächsten 10–14 Tagen deutlich lauter.

Der Winter 2025/26 geht nicht mit einem Knall, sondern mit einem leisen, nassen, blütenverzierten Seufzer. Während der Norden und Osten noch einmal die Zähne zeigt, feiern Südwesten und Westen schon heimliche Vorfrühlings-Partys. Die nächsten 10–14 Tage entscheiden: kommt der richtige Frühlingseinbruch Ende Februar / Anfang März – oder gibt’s doch noch einen klassischen Märzwinter?

Am besten einfach rausgehen, Nase in die kalte Luft halten, Hasel und Schneeglöckchen suchen und genießen: die Natur hat schon entschieden – sie wartet nur noch darauf, dass das Wetter mitkommt.

Hier meine Bilder vom Faschingsdienstag aus der Luft:

Flugfilm

So war es dann Nachmittag im Tauwald

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