Wie würde die Erde vom Mond aus aussehen?
Ein Blick aus einer anderen Welt. Stell dir vor, du stehst auf der Oberfläche des Mondes – am 31. Dezember 2025, um genau zu sein. Der schwarze Himmel ist übersät mit Sternen, die nicht funkeln, weil es keine Atmosphäre gibt. Und dort, hoch am Himmel, hängt ein atemberaubender Anblick: unsere Erde.
Im Gegensatz zum Mond, der von der Erde aus aufgeht und untergeht und seine Phasen wechselt, ist die Erde vom Mond aus ein ganz anderes Schauspiel.
Die Erde bewegt sich kaum
Auf der erdzugewandten Seite des Mondes (wo alle Apollo-Landungen stattfanden) geht die Erde weder auf noch unter. Sie bleibt fast regungslos an einer festen Position am Himmel hängen. Nur durch eine leichte Schaukelbewegung des Mondes (Libration) wandert sie ein bisschen – maximal etwa 8 Grad hin und her. Je nach deinem Standort auf dem Mond steht sie höher oder tiefer am Horizont, aber sie verschwindet nie.
Größe und Farbe: Eine blaue Murmel
Die Erde wirkt viel größer als der Mond von hier aus: Ihr scheinbarer Durchmesser ist etwa viermal so groß. Sie leuchtet in strahlendem Blau mit weißen Wolkenwirbeln, braunen Kontinenten und tiefen Ozeanen. Und das Beste: Du siehst, wie sie sich dreht! In 24 Stunden vollendet sie eine Umdrehung, sodass du die Kontinente und Ozeane langsam vorbeiziehen siehst – ein faszinierender Tag-Nacht-Zyklus auf der Erdkugel.
Die Phasen der Erde
Genau wie der Mond von der Erde aus Phasen hat, hat auch die Erde vom Mond aus Phasen – aber genau umgekehrt. Wenn bei uns Vollmond ist, siehst du vom Mond aus eine "Neue Erde" (dunkel, nur ein schmaler Rand beleuchtet). Und umgekehrt.
Am 31. Dezember 2025 ist der Mond von der Erde aus in der Phase Waxing Gibbous (zunehmender Mond, etwa 89 % beleuchtet, kurz vor Vollmond). Deshalb wäre die Erde vom Mond aus eine Waning Crescent (abnehmende Sichel): Nur etwa 11 % beleuchtet – eine schmale, schwindende Sichel mit einem dünnen beleuchteten Streifen. Sie wäre deutlich schwächer als eine volle Erde, obwohl die Erde generell heller reflektiert als der Mond (dank Wolken und Ozeanen – eine volle Erde leuchtet tatsächlich über 50-mal heller als ein Vollmond bei uns).
Warum ist das so besonders?
Dieser Anblick – eine große, blaue, lebendige Kugel in der endlosen Schwärze – hat die Apollo-Astronauten tief berührt. Er erinnerte sie (und uns) an die Zerbrechlichkeit unseres Planeten. Fotos wie "Earthrise" haben die Umweltbewegung mitgeprägt und uns gezeigt: Die Erde ist unser einziges Zuhause.
Wenn du jemals auf dem Mond stehen könntest, wäre das der ultimative Silvester-Anblick: Eine fast volle Erde, die ruhig am Himmel thront und sich dreht. Atemberaubend, oder?
Frohes Neues Jahr – von der Erde aus gesehen!